Bienensterben – was kann ich dagegen tun?

Wissenschaftliche Studien belegen eindeutig einen dramatischen Rückgang der Insekten. Davon betroffen sind neben Schmetterlingen und Käfern auch die Hautflügler und hier vor allem die Wildbienen, zu den unter anderem die Hummeln zählen.

Jeder von uns kann im Kleinen damit anfangen und diesen für das ökologische Gleichgewicht auf unserem Planeten wichtigen Lebewesen helfen:

  • VERZICHTE AUF INSEKTIZIDE IN HAUS UND GARTEN – Viele im Handel erhältliche Insektizide, aber auch Unkrautvernichter wie Roundup, Calypso u. a. schaden direkt oder indirekt auch unseren Bienen. Sie schwächen den Organismus und schädigen das Orientierungsvermögen von Bienen und zerstören deren Nahrungsgrundlage.
  • VERMEHRE BIENENFREUNDLICHE WILDPFLANZEN – Bei uns lebende Wildbienen sind häufig an hier heimische Wildstauden angepasst und benötigen diese als Nahrung für ihre Nachkommen. Du kannst solche Wildstauden selbst anziehen und vermehren und dann im Garten oder auf dem Balkon einpflanzen. Die Bienen werden kommen.
  • BIETE NISTMÖGLICHKEITEN FÜR WILDBIENEN AN – Ein gut gemachtes Bienenhotel (s. a. www.wildbienen.info) auf der Südseite, ein Wespen- und Hornissenkasten, eine unbewachsene Böschung oder eine sandiger Weg ersetzt oft fehlende natürliche Nistmöglichkeiten. Bienen nehmen Dein Angebot gerne an.
  • BETREIBE AKTIVE LANDSCHAFTSPFLEGE MIT DER SENSE – Häufiges Mähen von Wiesen fördert die zunehmende Vergrasung und Versteppung unserer Landschaft. Wenn Du Deinen Rasenmäher abschaffst und mit der Sense mähst, können Wildblumen aussamen und sich vermehren. Mähen mit der Sense hält zudem fit und macht Spaß, besonders in eine Gemeinschaft wie den „Stuttgarter Sensenschwingern“.
  • GESTALTE DEINEN GARTEN NATURNAH – Vermeide Bodenversiegelung, lege keine Steinwüsten und keinen „englischen Rasen“ an und beziehe die Dynamik der Natur und die natürliche Sukzession mit ein. Beete zu mulchen ist besser als die häufige Bodenbearbeitung mit Hacke und Spaten. Lasse an einigen Stellen auch Wildwuchs zu und beobachte, was passiert.
  • KAUFE BIO-LEBENSMITTEL AUS DER REGION – Mit Deinem Verhalten als Verbraucher kannst Du gezielt heimische Produzenten unterstützen, die auf eine nachhaltige und ökologische Erzeugung achten. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit Bioland-, Naturland-, Demeter oder Gäa-Zertifikaten.
  • BEZAHLE FÜR HONIG EINEN FAIREN PREIS – Kaufe Honig bei Imkern, die Bienen wesensgemäß halten. Diese Imker verzichten freiwillig auf einen Teil des Honigertrags und stärken damit die Gesundheit und Widerstandskraft der Bienen. Dieser Honig ist teurer, aber Du bezahlst einen fairen Preis.
  • WERDE BIENEN- UND/ODER BLÜHPATE – Mit einer Bienen- oder Blühpatenschaft unterstützt Du die Arbeit von Mellifera (www.mellifera.de) und dem Netzwerk Blühende Landschaft. Sie kämpfen mit ihren Projekten für die Lebensgrundlagen von Bienen und Insekten.
  • UNTERSTÜTZE BIENENSCHUTZ STUTTGART – Mit Informationen, Veranstaltungen und Aktionen setzen wir uns für eine bienen- und insektenfreundliche Stadt Stuttgart und einen wesensgemäßen Umgang mit der Honigbiene ein. Du kannst bei uns mitmachen oder mit einer direkten Spende oder über das Charity-Shopping-Portal www.gooding.de unsere Arbeit fördern.
  • SETZE DICH FÜR DIE AGRARWENDE EIN – Unterschreibe Petitionen und unterstütze Organisationen, die sich für eine nachhaltige, ökologische und kleinzellig strukturierte Landwirtschaft stark machen. Nur ein Umdenken in der Landwirtschaft sichert die Lebensgrundlage von Bienen und letztlich von uns.
  • WERDE AKTIV GEGEN FLÄCHENVERBRAUCH UND BODENVERSIEGELUNG – Unterstütze Parteien und Bündnisse, die sich für eine Reduzierung des Flächenverbrauchs in Deutschland einsetzen. Immer noch werden bei uns täglich über 30 ha Land in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Ein Großteil davon wird danach versiegelt.