Archiv der Kategorie: Homepage

Glyphosat in Honig gemeinsam verhindern!

Aufruf der Aurelia Stiftung:

Im Jahr 2016 hat die Aurelia Stiftung die Verunreinigung von Honig durch Glyphosat aufgedeckt. Bis zu zweihundertfach wurde der Grenzwert für Honig überschritten und der Honig damit unverkäuflich!

EU Kommission und Landwirtschaftsminister Schmidt sind aber nicht bereit Bienen und Honig durch ein grundsätzliches Verbot der Anwendung des Giftes in blühenden Kulturen zu schützen. Die EU Kommission lehnt Konsequenzen für die Agrarproduktion ab, sie schreibt der Aurelia Stiftung: „… vielmehr obliegt es dem Imker, sich relevante Informationen über Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln zu beschaffen, bevor er seine Bienenstände in landwirtschaftlich oder anderweitig genutzten Flächen platziert.“

Diese wirklichkeitsfremde Position nehmen wir Imker nicht hin. Unsere erfahrenen Anwälte haben festgestellt, dass die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung rechtswidrig ist. Bitte unterstützt uns bei der Klage am Europäischen Gerichtshof auf Rücknahme der Verlängerung.

Vortrag „Wildbienen – Bestäuber in Not?“ am 16.02.17


Diplom-Biologe Hans Schwenninger ist ein ausgewiesener Experte für Wildbienen und kennt sich auch hervorragend in Stuttgart aus: Für das Umweltamt Stuttgart hat er 1999 eine Bestandsaufnahme aller im Stadtgebiet vorkommenden Wildbienenarten verfasst. Er wird uns in seinem Vortrag berichten, wie es aktuell um die Wildbienen steht.

Die Veranstaltung beginnt am 16.02.2017 um 18:30 Uhr. Er findet im 3. OG des Forum 3 in der Gymnasiumstraße 21 in 70173 Stuttgart statt.

 

Die Knautien-Sandbiene ist Wildbiene des Jahres 2017

Die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) fällt durch ihre Rotfärbung auf dem Hinterleib besonders auf. Dazu kommen die leuchtend purpurroten Pollenkörner, welche die Weibchen ausschließlich an der Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) sammeln. Nach der Zaunrüben-Sandbiene, der Wildbiene des Jahres 2015, wurde erneut eine Nahrungsspezialistin ausgewählt. Sie gehören zu den 134 Bienenarten Deutschlands (23 % der Arten), welche auf den Blütenpollen ganz bestimmter Pflanzenarten angewiesen sind, um ihre Nachkommen aufzuziehen. Der Pollen dient als Eiweißquelle für die Bienenlarven. Fehlen Blüten der Wiesen-Witwenblume, kann die Knautien-Sandbiene nicht auf andere Pflanzenarten ausweichen und reagiert deshalb besonders empfindlich auf ein Verschwinden ihrer Nahrungspflanzen.

Die Knautien-Sandbiene verdeutlicht stellvertretend für alle Wildbienen, wie problematisch heute die Lebensumstände für Insekten sind, die auf bunt blühende Wildkräuter angewiesen sind. Durch fortschreitenden Umbruch der Wiesen in Ackerland, die starke Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen, oftmals ohne Abräumen des Mähguts, ist die Wiesen-Knautie zurückgedrängt worden. So ist die Initiative zur Vorstellung der Knautien-Sandbiene zugleich ein dringender Appell, für ein reiches Blütenangebot aus heimischen Pflanzen zu sorgen. Das funktioniert an Wegrändern, auf Wiesen aber auch in Gärten und Parks, wo beispielsweise Blühinseln beim Mähen ausgespart werden können, damit die Wiesen-Witwenblume ungestört abblühen kann.

Mit dem Faltblatt zur Knautien-Sandbiene ruft das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ dazu auf, nach diesem Tier Ausschau zu halten und Beobachtungen zu melden, um ein genaueres Bild von der Verbreitung dieser Art zu bekommen. Weitere Informationen zur Knautien-Sandbiene finden sich unter www.wildbienen-kataster.de

Auszug aus der Pressemitteilung vom Arbeitskreis Wildbienen-Kataster im Entomologischen Verein Stuttgart 1869 e. V (November 2016)

Vollständige Pressemitteilung Wildbiene des Jahres 2017

Faltblatt zur Knautien-Sandbiene (Wildbiene des Jahres 2017)

 

Honig mit Verantwortung – Neue Wege in der Imkerei

André Wermlinger von FreeTheBees ind er Schweiz kommt ins Forum3 nach Stuttgart

André Wermlinger von FreeTheBees erläutert im  Forum3 in Stuttgart seine extensive und naturnahe Form der Imkerei

Wir Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Fußball sondern auch im Honig schlecken. Unser jährlicher Bedarf an Honig wächst. Aber wächst auch unser Maß an Verantwortung, das wir gegenüber den Bienen und der Umwelt haben?

In der Imkerei müssen wir neue Wege beschreiten, damit wir auch in Zukunft mit gutem Gewissen Honig essen können. Einen möglichen Weg zeigt uns am 13. Dezember um 18 Uhr André Wermlinger von FreeTheBees im Forum 3. Der Imker und passionierte Zeidler aus der Schweiz stellt uns sein Modell einer extensiven und naturnahen Bienenhaltung in modifizierten Warré-Kästen und Dadant-Beuten vor.

Eingeladen sind Imker, Bienenhalter und alle Interessierten aus dem Raum Stuttgart. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Imkerversicherung für Mitglieder von Mellifera

Mellifera bietet seinen Mitgliedern ab sofort die Möglichkeit über den Verein eine Imkerversicherung abzuschließen. Sie umfasst eine Haftplicht- und Unfallversicherung. Die Haftpflicht deckt Personen-, Sach-, Vermögens- und Umweltschäden sowie eine Betriebshaftpflicht bis zu 5.000.000 Euro ab. Die Betriebshaftpflicht beinhaltet vereinsübliche Nebenrisiken wie Präsentation auf Ausstellungen und Besucher am Bienenstand. Die Leistungen der Unfallversicherung umfassen ein Invaliditätskapital von 50.000 Euro sowie Todesfallkapital (5.000 Euro), kosmetische Operationen (10.000 Euro) und Bergungskosten (10.000 Euro).

Die Haftplicht- und Unfallversicherungen können nur zusammen abgeschlossen werden. Der jährliche Beitrag liegt bei 8,50 Euro.
Weitere Informationen zur Imkerversicherung gibt es unter www.mellifera.de

Buchtipp zu Hummeln: „Und sie fliegen doch“

Dave Goulson, Experte für Hummeln aus England, liefert mit seinem Buch eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die wahre Königin der Lüfte – und ein furioses Plädoyer für die Bewahrung der Natur und den Schutz der Arten.

Absolut lesenswert und unbedingt weiterzuempfehlen. Hier einige Abschnitte aus dem Buch:

„Schon lange weiß man, dass Hummeln sehr effektive Bestäuber vieler Nutzpflanzen und Wildblumen sind. Dies ist der Grund, warum man sie nach Neuseeland brachte und warum niederländische Wissenschaftler 1988 mit der kommerziellen Aufzucht von Hummeln begannen, bei der es anfangs um die Bestäubung von Tomaten ging.“

„Am Ende des Millenniums war in fast allen Ländern der Welt (…) die Hummelbestäubung der industrielle Standard für die Tomatenproduktion. Heute werden Hummeln weltweit in mindestens 30 Betrieben produziert, vorwiegend Dunkle Erdhummeln. Viele von Ihnen stammen aus der Türkei – aus irgendeinem Grund eignen sich die türkischen Dunklen Erdhummeln besonders gut zur Massenproduktion. Die europäischen Betriebe produzieren über eine Million Hummelvölker pro Jahr, die in alle Teile der Welt verschickt werden.“

„Sollten wir feststellen, dass sich kommerziell gezüchtete Hummeln (…) in freier Wildbahn etabliert oder sich mit unseren heimischen Hummeln gekreuzt haben, könnten wir allerdings nicht mehr viel tun. Möglicherweise hat der Handel mit Bombus terrestris das Erbgut dieser Spezies in ihrem Verbreitsungsgebiet – das den größten Teil Europas und einen Teil Asiens umfasst – bereits unwiderruflich verändert. Doch so bedauerlich dies wäre, bezüglich der kommerziell gezüchteten Hummeln, ist es sicherlich nicht unsere größte Sorge. Was mich am meisten beunruhigt, sind die Krankheiten. Die Krankheiten der Honigbienen wurden viele Jahre lang intensiv erforscht, da sie spürbare Auswirkungen auf Imkerei und Honigproduktion haben. (…) Im Gegensatz dazu wussten wir bis zu den 1990er Jahren Uns ist klargeworden, dass Hummeln an einem ebenso breiten Spektrum von Krankheiten leiden wie Honigbienen.“

„Leider bietet die Massenzucht von Hummmeln optimale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten, ganz egal, wie sorgfältig man zu Werke geht.“

„Es ist höchste Zeit, dass der Handel mit Hummeln strikten Hygienevorschriften unterworfen wird, bevor es zu weiteren Katastrophen kommt.“

2016 ist ein weiterer Band von Dave Goulson auf deutsch erschienen: „Wenn der Nagekäfer zweimal klopft

Wildbiene des Jahres 2016 und 2015

Wildbiene 2016: Die Bunte Hummel

Die Bunte Hummel (Bombus sylvarum) macht ihrem Namen alle Ehre: Sie trägt einen gelblich-weißen Pelz mit einem breiten schwarzen Streifen auf der Oberseite des Brustteils und ein orangerotes Hinterleibsende. Wie so viele Insekten ist  sie auf ein reiches Blütenangebot in der Landschaft angewiesen. Doch genau solche artenreichen Landschaften sind weitgehend verschwunden. So ist die Bunte Hummel auch ein dringender Appell, an Wegrändern, auf Wiesen, in Gärten und Parks für ein reiches Blütenangebot aus heimischen Pflanzen zu sor-gen.

Das Kuratorium ruft dazu auf, nach der Bunte Hummel Ausschau zuhalten und Beobachtungen zu melden, um ein genaueres Bild vom Vorkommen dieser Art zu bekommen. Weitere Informationen zur Bunten Hummel inkl. finden sich unter www.wildbienen-kataster.de

Wildbiene 2015: Die Zaunrüben-Sandbiene

Die Zaunrüben-Sandbiene (Adrena florea) ist die Wildbiene des Jahres 2015. Bei ihr handelt es sich um eine äußerst wählerische, sprich hochspezialisierte Art: Die Weibchen sammeln den Pollen für ihren Nachwuchs ausschließlich von der Zaunrübe. Diese Spezialisierung macht sie äußerst empfindlich. Denn wo keine Zaunrübe wächst, kann diese Sandbiene nicht leben. Leider wird die Zaunrübe oft als lästiges Unkraut angesehen und aus den Gärten verbannt – und ungewollt auch die Sandbiene gleich mit.
Informationen zu dieser Wildbiene, die den Honigbienen recht ähnlich sieht, finden Sie auf der Seite des Wildbienen-Katasters Stuttgart http://www.wildbienen-kataster.de/login/downloads/wb2015.pdf

Mellifera-Regionalgruppe wesensgemäße Bienenhaltung

Auch in Stuttgart sind viele Menschen daran interessiert, die Welt der Bienen im Detail kennen zu lernen und sich mit dem Wesen des Bien auseinanderzusetzen. Zum Initiationstreffen für eine Regionalgruppe zur wesensgemäßen Bienenhaltung in Stuttgart waren am Dienstag den 18.02.14 mehr als 40 Interessierte anwesend. Ins Leben gerufen wurde das Treffen von langjährigen Stuttgarter Mellifera-Mitgliedern und vom Bienenschutz-Verein. So kamen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen zusammen – von der erfahrenen Imkerin bis zum Anfänger.

Wir freuen uns sehr über die gut besuchte Runde sowie die positiven Rückmeldungen. Mittlerweile ist eine aktive Regionalgruppe in Stuttgart entstanden.

Weitere Interessenten/-innen sind jederzeit herzlich willkommen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

Der Imker

Der Film läuft nur noch bis Mittwoch den 26.02.14 im Atelier am Bollwerk in Stuttgart (täglich um 15:40 Uhr)!

Dieser Film von Mano Khalil erzählt – ganz anders als man vielleicht denken würde nach einem Film wie „More than honey“ – die Geschichte eines Mannes, der sich als Gehetzter im türkisch-kurdischen Konflikt jahrelang in den Bergen versteckt und schließlich notgedrungen flüchtet. Er verliert seine Familie, sein Haus, seine Heimat.

Ibrahim Gezer ist „Der Imker“. Mit 500 Völkern und zehn bis 18 Tonnen Honig pro Jahr war Ibrahim „gut im Geschäft“, bevor er alles zurücklassen musste. Asylsuchend landet Ibrahim  in der Schweiz, wo das Arbeitsamt Imkern offenbar nur als Hobby ansieht und ihn daher zu monotoner Fabrikarbeit verpflichtet.

Die im Film gut gestreuten Imker-Szenen zeigen wie geschickt Ibrahim mit Bienen umgehen kann und wie sehr er sich mit ihnen verbunden fühlt. Nicht nur seine ruhige Art, sondern auch die Naturverbundenheit beeindrucken und können uns allen ein positives Beispiel sein!

Viel mehr Aufmerksamkeit richtet Filmemacher Mano Khalil allerdings auf den Menschen Ibrahim selbst, der trotz schrecklicher Erlebnisse an das Gute glaubt, andere Menschen liebt, sich auf die fremde Umgebung einlässt und wunderbare Freundschaften findet.

Weitere Informationen zum Film: http://www.derimker.ch/

Wildbiene des Jahres 2014

Am Mittwoch (15.01.2014) wurde am Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) zur Wildbiene des Jahres 2014 gekürt. In Vorträgen gaben Martin Klatt (NABU) und Heiko Bellmann einen spannenden Einblick und beantworteten anschließend die Fragen des Publikums.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Wildbienen-Katasters Stuttgart: http://www.wildbienen-kataster.de/login/downloads/wb2014.pdf