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Sensenkurs – Lerne den richtigen Schwung

Am 19. Mai können Anfänger und Auffrischer das traditionelle Mähen mit der Sense erlernen. Zusammen mit unserem erfahrenen Sensenlehrer Bernhard Lehr erlernen Sie von Grund auf das richtige Einstellen der Sense, das Wetzen mit dem Stein, die Beurteilung des Dangels (der Schneide) und auch die richtige Mähtechnik. Sie bekommen wichtige Tipps zum Einkauf einer guten Sense. Außerdem wird im Kurs vermittelt, wie Sie auf Ihrem eigenen Grundstück das Entstehen einer bunten Blumenwiese fördern können.

Seit 2014 veranstaltet Bienenschutz Stuttgart und die Stuttgarter Regionalgruppe Netzwerk Blühende Landschaft jedes Jahr einen oder mehrere Sensenkurse. Im Herbst werden bei Bedarf auch Dengelkurse angeboten.

Weitere Informationen gibt es hier.

Lithiumchlorid muss weiter erforscht werden

Bis Lithiumchlorid Imkern und Bienenhaltern als ein weiteres Präparat zur Behandlung gegen die Varroa-Milbe zur Verfügung steht, müssen Wissenschaftler noch mehr über die Nebenwirkungen in Erfahrungen bringen. Das sagte Dr. Bettina Ziegelmann bei ihrem Vortrag am 12. März im Forum 3. „Eine Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht zu verantworten“, so die Biologin, die maßgeblich an den Forschungsarbeiten beteiligt war, die zur Entdeckung des Wirkstoffs führten.

Lithiumchlorid und auch andere Lithiumsalze hätten in den bisherigen Versuchsreihen eine sehr hohe Wirksamkeit gegen die Milbe gezeigt, verbunden mit einer geringen Bienensterblichkeit. Noch wisse man aber zu wenig über mögliche Brutschäden unter Freilandbedingungen, und auch die Nebenwirkungen für die Bienen selbst seien noch nicht abschließend geklärt. Außerdem müsste im Rahmen weiterer Forschungsarbeiten gezeigt werden, inwieweit sich Lithiumclorid im Honig und im Bienenbrot (Pollen) anreichern könne, so Ziegelmann weiter. Bisher gebe es keine Anzeichen für eine solche Ablagerung.

Bis Mai wird an der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim weiter an dem Thema geforscht, dann läuft die Finanzierung des Projekts aus. Ob und in welchen Ländern Lithiumchlorid in Zukunft für die Behandlung von Bienenvölkern zugelassen werden wird, ist daher unklar.

Am 12. Januar hatte die Forschungsgruppe um Ziegelmann mit der Veröffentlichung erster Ergebnisse in der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Scientific Report“ (www.nature.com/articles/s41598-017-19137-5) unter Imkern für großes Aufsehen gesorgt. Vor allem die einfache Anwendung von Lithiumchlorid über das Bienenfutter würde für Imker gegenüber derzeitigen Behandlungsverfahren eine enorme Erleichterung bedeuten.

 

 

UN erklärt 20. Mai zum Weltbienentag

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai zum Weltbienentag erklärt. Damit will sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit  jedes Jahr an diesem Tag auf die enorme Bedeutung von Bienen und anderen bestäubenden Insekten lenken und Initiativen anregen, die sich dem Schutz dieser Tiere widmen.

Die Resolution wurde vor drei Jahren von Slovenien und dem dortigen nationalen Imkerverband eingebracht. Insgesamt 115 Mitgliedsstaaten stimmten schließlich im Dezember 2017 für die Einführung eines Weltbienentages.

Dejan Židan, Leiter des Weltbienentag-Projekts und stellvertretende Premierminister der Republik Slovenien, erklärte: „Das ist erst der Beginn eines schwierigen Prozesses zum Schutz von Bienen und anderen Bestäubern. Im erfolgreich zu sein, müssen wir die Regierunge aller Länder mit ins Boot holen, und auch die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft.“

Viele Infos zur Idee des Weltbienentages gibt es auch auf der offiziellen Internetseite: www.worldbeeday.org

 

 

Bienen machen weiter Schule

Mit einer Neuauflage des Handbuchs „Bienen machen Schule“ unterstützt die Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung Mellifera, Rosenfeld, auch in Zukunft die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die die Welt der Bienen entdecken wollen. Der Praxisleitfaden ist einerseits ein Nachschlagewerk zu Themen wie Bienen, Biodiversität und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Das Buch enthält aber auch viele praktische Anregungen und Tipps zur Didaktik und eignet sich für die Unterrichtsvorbereitung in unterschiedlichen Klassenstufen und Schulformen. Auch Imker, die gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, werden darin zahlreiche Impulse und Ideen finden.

Erhältlich ist das Handbuch ab sofort zum Preis von 19,90 Euro im Mellifera-Onlineshop unter www.mellifera.de

Mehr als gemeinsam Honig ernten: Das Handbuch gibt Tipps für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Drei Weibchen der Gelbbindingen Furchenbiene Pollen sammelnd auf einer Blüte der Gewöhnlichen Kratz- distel (Foto: Hans Richard Schwenninger)

Gelbbindige Furchenbiene ist Wildbiene des Jahres 2018

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat für 2018 eine auffällige Biene gewählt. Die Weibchen der Gelbbindigen Furchenbiene (Halictus scabiosae) sind mit ihren rund 14 Millimetern Körpergröße und den markanten ockergelben Querbinden auf dem Hinterleib kaum zu übersehen. Die etwa gleich großen Männchen sind schlanker und tragen sehr lange schwarze Antennen. Man findet die Gelbbindige Furchenbiene regelmäßig an den Blütenständen von Korbblütlern, z. B. von Flockenblume, Ferkelkraut und häufig von Disteln. Die Weibchen erscheinen ab Ende April, die Männchen im Juni. Die Brutvorsorge funktioniert grundlegend anders als bei den typischen Solitärbienen. Während dort die Weibchen jeweils allein ein Nest versorgen, ist Halictus scabiosae durch eine soziale Lebensweise mit Teamarbeit charakterisiert.

Mehrere begattete Weibchen überwintern in ihrem Geburtsnest und bilden im Frühling Weibchen- Gemeinschaften. Das größte Tier übernimmt die Funktion der Königin, bleibt im Nest und legt als einziges Weibchen Eier. Die übrigen Weibchen sammeln Pollen und Nektar als Vorräte für die Brutzellen. In jeder Zelle legt die Königin ein Ei ab. Sie bewacht auch das Nest, während die restlichen Bienen der Gemeinschaft als Arbeiterinnen Nahrung sammeln.

Lebt in ganz Deutschland

Die Gelbbindige Furchenbiene hat ihren ursprünglichen Verbreitungsschwerpunkt im westlichen Mittelmeerraum und kam in Deutschland bis in die 1990er Jahre nur in den südlichen Bundesländern vor. In Baden-Württemberg lag ihre Hauptverbreitung zu dieser Zeit am südlichen Oberrhein. In den folgenden Jahren hat sich Halictus scabiosae immer weiter nach Norden und zudem in den Mittelgebirgen in höhere Lagen ausgebreitet. Die Art gilt als Indikator für das sich kontinuierlich erwärmende Klima, das zunehmend für trocken-warme Lebensräume auch in nördlichen und vormals kühleren Regionen sorgt.

Die Wildbiene des Jahres 2018 ist derzeit nicht akut gefährdet. Sie ist allerdings auf ein vielfältiges Angebot an Nahrungspflanzen angewiesen. Der aktuelle Schwund an Blüten sowohl in der (Agrar-) Landschaft als auch in unseren Siedlungen birgt ein hohes Gefährdungsrisiko. Die Erhaltung von blumenreichen Wiesen und Wegrändern, wie auch die Neuanlage von Blühflächen aus heimischen Wildpflanzen helfen nicht nur der Gelbbindigen Furchenbiene, sondern kommen allen blütenbesuchenden Insekten zugute.

Wildbiene des Jahres sucht Unterstützer

Der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster des Entomologischen Vereins Stuttgart 1869 e.V. vereint Expertenwissen und ehrenamtliches Engagement rund um das Thema Wildbienen, um diesen für uns so wichtigen und wenig bekannten Insekten ein Gesicht zu geben. Sie tragen einen wesentlichen Teil zur Bestäubung der Blüten bei und sichern somit unsere Ernährung und gleichzeitig den Erhalt der Artenvielfalt.

Ein fachkundiges Kuratorium aus den Reihen des Wildbienen-Katasters wählt jedes Jahr eine der 550 verschiedenen Bienenarten zur „Wildbiene des Jahres“ und erarbeitet dazu einen Informations-Flyer, um die Wildbienen als essenziellen Bestandteil unseres Naturhaushaltes einer größeren Bevölkerungsschicht bewusst und bekannt zu machen.

Die redaktionelle bzw. inhaltliche Arbeit zum Flyer wird vollständig ehrenamtlich von Mitgliedern des Arbeitskreises getragen. Die Kosten für Layout und Druck kann der Verein allerdings nicht aus eigenen Mitteln bestreiten und ist daher auf deine Unterstützung angewiesen. Der Flyer erscheint in einer Auflage von 5000 Stück. Der Entomologische Verein Stuttgart 1869 e.V. freut sich über Unterstützung der Finanzierung des Flyer-Drucks: https://www.betterplace.org/de/projects/56762-wildbiene-des-jahres-sucht-unterstutzer

Weitere Informationen zu Wildbienen und dem Arbeitskreis sowie die Flyer aus den vergangenen Jahren findet ihr auf der Webseite des Arbeitskreises: www.wildbienen-kataster.de

Mexikanische Imker gegen Gensoja

Am 28. September 2017 besuchen mexikanische Imker aus Yucatan das Institut proBiene in Stuttgart. Die mexikanischen Imker sind in Europa, um in Genf vor dem UNO-Menschenrechtsausschuss zum Thema Gensoja und den speziellen Auswirkungen auf die Maya-Imker der Halbinsel Yucatán zu berichten. Im Anhang erhaltet Ihr weitere Infos zu der Thematik.

proBiene: „Die Maya-Imker würden gerne von Ihrer Arbeit und den Problemen berichten und sich gerne ungezwungen mit uns und Euch austauschen. Wir greifen die Anfrage gerne auf, haben spontan zugesagt und laden Euch herzlich nach Stuttgart ein. Momentan klären wir, ob wir das Treffen direkt bei uns in den benachbarten Räumlichkeiten abhalten können. Falls Ihr Interesse habt, schickt uns einfach kurz eine Mail (info@probiene.de), ob Ihr teilnehmen möchtet und wir informieren Euch weiter zu dem Treffen inkl. genauer Uhrzeit.“

Mehr Infos:
Flyer 1
Flyer 2

Trockenmauern – auch was für Bienenschützer

Trockenmauern prägen viele Steillagen in der Region Stuttgart und sind häufig auch ein wichtiges Habitat für Wildbienen und andere Insekten. Wie eine Trockenmauer mit Hintergemäuer richtig aufgebaut wird, zeigt Gordian Kramer in seinem Trockenmauer-Baukurs im Landschaftsschutzgebiet „Am Pfostenberg“ zwischen Altbach und Plochingen. Kurse finden am 15., 22. und 29. April sowie am 6. Mai statt. Pro Kurs gibt es acht Plätze. Die Kursgebühr beträgt 40,- Euro, davon fließen 5,- Euro als Spende an das Netzwerk Blühende Landschaften und 10,- Euro als Spende an Bienenschutz Stuttgart. Kursanmeldungen sind per Mail an gordianKramer@gmx.net möglich.

Glyphosat in Honig gemeinsam verhindern!

Aufruf der Aurelia Stiftung:

Im Jahr 2016 hat die Aurelia Stiftung die Verunreinigung von Honig durch Glyphosat aufgedeckt. Bis zu zweihundertfach wurde der Grenzwert für Honig überschritten und der Honig damit unverkäuflich!

EU Kommission und Landwirtschaftsminister Schmidt sind aber nicht bereit Bienen und Honig durch ein grundsätzliches Verbot der Anwendung des Giftes in blühenden Kulturen zu schützen. Die EU Kommission lehnt Konsequenzen für die Agrarproduktion ab, sie schreibt der Aurelia Stiftung: „… vielmehr obliegt es dem Imker, sich relevante Informationen über Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln zu beschaffen, bevor er seine Bienenstände in landwirtschaftlich oder anderweitig genutzten Flächen platziert.“

Diese wirklichkeitsfremde Position nehmen wir Imker nicht hin. Unsere erfahrenen Anwälte haben festgestellt, dass die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung rechtswidrig ist. Bitte unterstützt uns bei der Klage am Europäischen Gerichtshof auf Rücknahme der Verlängerung.

Vortrag „Wildbienen – Bestäuber in Not?“ am 16.02.17


Diplom-Biologe Hans Schwenninger ist ein ausgewiesener Experte für Wildbienen und kennt sich auch hervorragend in Stuttgart aus: Für das Umweltamt Stuttgart hat er 1999 eine Bestandsaufnahme aller im Stadtgebiet vorkommenden Wildbienenarten verfasst. Er wird uns in seinem Vortrag berichten, wie es aktuell um die Wildbienen steht.

Die Veranstaltung beginnt am 16.02.2017 um 18:30 Uhr. Er findet im 3. OG des Forum 3 in der Gymnasiumstraße 21 in 70173 Stuttgart statt.