Archiv des Autors: Anke Heidemüller

Wildbiene des Jahres sucht Unterstützer

Der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster des Entomologischen Vereins Stuttgart 1869 e.V. vereint Expertenwissen und ehrenamtliches Engagement rund um das Thema Wildbienen, um diesen für uns so wichtigen und wenig bekannten Insekten ein Gesicht zu geben. Sie tragen einen wesentlichen Teil zur Bestäubung der Blüten bei und sichern somit unsere Ernährung und gleichzeitig den Erhalt der Artenvielfalt.

Ein fachkundiges Kuratorium aus den Reihen des Wildbienen-Katasters wählt jedes Jahr eine der 550 verschiedenen Bienenarten zur „Wildbiene des Jahres“ und erarbeitet dazu einen Informations-Flyer, um die Wildbienen als essenziellen Bestandteil unseres Naturhaushaltes einer größeren Bevölkerungsschicht bewusst und bekannt zu machen.

Die redaktionelle bzw. inhaltliche Arbeit zum Flyer wird vollständig ehrenamtlich von Mitgliedern des Arbeitskreises getragen. Die Kosten für Layout und Druck kann der Verein allerdings nicht aus eigenen Mitteln bestreiten und ist daher auf deine Unterstützung angewiesen. Der Flyer erscheint in einer Auflage von 5000 Stück. Der Entomologische Verein Stuttgart 1869 e.V. freut sich über Unterstützung der Finanzierung des Flyer-Drucks: https://www.betterplace.org/de/projects/56762-wildbiene-des-jahres-sucht-unterstutzer

Weitere Informationen zu Wildbienen und dem Arbeitskreis sowie die Flyer aus den vergangenen Jahren findet ihr auf der Webseite des Arbeitskreises: www.wildbienen-kataster.de

Mexikanische Imker gegen Gensoja

Am 28. September 2017 besuchen mexikanische Imker aus Yucatan das Institut proBiene in Stuttgart. Die mexikanischen Imker sind in Europa, um in Genf vor dem UNO-Menschenrechtsausschuss zum Thema Gensoja und den speziellen Auswirkungen auf die Maya-Imker der Halbinsel Yucatán zu berichten. Im Anhang erhaltet Ihr weitere Infos zu der Thematik.

proBiene: „Die Maya-Imker würden gerne von Ihrer Arbeit und den Problemen berichten und sich gerne ungezwungen mit uns und Euch austauschen. Wir greifen die Anfrage gerne auf, haben spontan zugesagt und laden Euch herzlich nach Stuttgart ein. Momentan klären wir, ob wir das Treffen direkt bei uns in den benachbarten Räumlichkeiten abhalten können. Falls Ihr Interesse habt, schickt uns einfach kurz eine Mail (info@probiene.de), ob Ihr teilnehmen möchtet und wir informieren Euch weiter zu dem Treffen inkl. genauer Uhrzeit.“

Mehr Infos:
Flyer 1
Flyer 2

Glyphosat in Honig gemeinsam verhindern!

Aufruf der Aurelia Stiftung:

Im Jahr 2016 hat die Aurelia Stiftung die Verunreinigung von Honig durch Glyphosat aufgedeckt. Bis zu zweihundertfach wurde der Grenzwert für Honig überschritten und der Honig damit unverkäuflich!

EU Kommission und Landwirtschaftsminister Schmidt sind aber nicht bereit Bienen und Honig durch ein grundsätzliches Verbot der Anwendung des Giftes in blühenden Kulturen zu schützen. Die EU Kommission lehnt Konsequenzen für die Agrarproduktion ab, sie schreibt der Aurelia Stiftung: „… vielmehr obliegt es dem Imker, sich relevante Informationen über Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln zu beschaffen, bevor er seine Bienenstände in landwirtschaftlich oder anderweitig genutzten Flächen platziert.“

Diese wirklichkeitsfremde Position nehmen wir Imker nicht hin. Unsere erfahrenen Anwälte haben festgestellt, dass die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung rechtswidrig ist. Bitte unterstützt uns bei der Klage am Europäischen Gerichtshof auf Rücknahme der Verlängerung.

Vortrag „Wildbienen – Bestäuber in Not?“ am 16.02.17


Diplom-Biologe Hans Schwenninger ist ein ausgewiesener Experte für Wildbienen und kennt sich auch hervorragend in Stuttgart aus: Für das Umweltamt Stuttgart hat er 1999 eine Bestandsaufnahme aller im Stadtgebiet vorkommenden Wildbienenarten verfasst. Er wird uns in seinem Vortrag berichten, wie es aktuell um die Wildbienen steht.

Die Veranstaltung beginnt am 16.02.2017 um 18:30 Uhr. Er findet im 3. OG des Forum 3 in der Gymnasiumstraße 21 in 70173 Stuttgart statt.

 

Die Knautien-Sandbiene ist Wildbiene des Jahres 2017

Die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) fällt durch ihre Rotfärbung auf dem Hinterleib besonders auf. Dazu kommen die leuchtend purpurroten Pollenkörner, welche die Weibchen ausschließlich an der Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) sammeln. Nach der Zaunrüben-Sandbiene, der Wildbiene des Jahres 2015, wurde erneut eine Nahrungsspezialistin ausgewählt. Sie gehören zu den 134 Bienenarten Deutschlands (23 % der Arten), welche auf den Blütenpollen ganz bestimmter Pflanzenarten angewiesen sind, um ihre Nachkommen aufzuziehen. Der Pollen dient als Eiweißquelle für die Bienenlarven. Fehlen Blüten der Wiesen-Witwenblume, kann die Knautien-Sandbiene nicht auf andere Pflanzenarten ausweichen und reagiert deshalb besonders empfindlich auf ein Verschwinden ihrer Nahrungspflanzen.

Die Knautien-Sandbiene verdeutlicht stellvertretend für alle Wildbienen, wie problematisch heute die Lebensumstände für Insekten sind, die auf bunt blühende Wildkräuter angewiesen sind. Durch fortschreitenden Umbruch der Wiesen in Ackerland, die starke Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen, oftmals ohne Abräumen des Mähguts, ist die Wiesen-Knautie zurückgedrängt worden. So ist die Initiative zur Vorstellung der Knautien-Sandbiene zugleich ein dringender Appell, für ein reiches Blütenangebot aus heimischen Pflanzen zu sorgen. Das funktioniert an Wegrändern, auf Wiesen aber auch in Gärten und Parks, wo beispielsweise Blühinseln beim Mähen ausgespart werden können, damit die Wiesen-Witwenblume ungestört abblühen kann.

Mit dem Faltblatt zur Knautien-Sandbiene ruft das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ dazu auf, nach diesem Tier Ausschau zu halten und Beobachtungen zu melden, um ein genaueres Bild von der Verbreitung dieser Art zu bekommen. Weitere Informationen zur Knautien-Sandbiene finden sich unter www.wildbienen-kataster.de

Auszug aus der Pressemitteilung vom Arbeitskreis Wildbienen-Kataster im Entomologischen Verein Stuttgart 1869 e. V (November 2016)

Vollständige Pressemitteilung Wildbiene des Jahres 2017

Faltblatt zur Knautien-Sandbiene (Wildbiene des Jahres 2017)